Ein langes Jahr ist pandemiebedingt vergangen, seit der Lions Club Nieder-Olm sein letztes Live-Konzert organisieren konnte. Doch nun ist die Vorfreude groß. Denn am Freitag, 27. August 2021, 19.30 Uhr wird der Hof der Burgschule Nieder-Olm erneut zum stimmungsvollen Veranstaltungsort, wenn das "Brel Projekt" mit Steffen Heieck (Gesang), Christian Küchenmeister (Piano) und Herbert Stetter (Gitarre) dort erneut sein Publikum begeistert.
„Songs of Love and Peace“ haben die Musiker ausgesucht, eine Mischung weltbekannter und auch unbekannter Titel, vielfältig in sprachlicher, inhaltinhaltlicher und musikalischer Hinsicht. Der Abend mit dem "Brel Projekt" und Liedern  von Bob Dylan, Leonard Cohenund John Lennon, aber auch Klaus Hoffmann, Toto Cutugno und Vesa-Matti Loiri garantiert abwechslungsreiche Unterhaltung, versprechen die Lions.Tickets können über mcchrista@gmx.de bestellt werden. Ein begrenztes Kartenkontingent geht an die Abendkasse. Die geltenden Vorschriften werden beachtet.
Den Gesamterlös will der Lions Club für den Kauf von Schulmöbeln für eine Schule in Andhra Pradesh (Indien) bereitstellen. Dies ist ein Projekt, das der Nieder-Olmer Camarakreis vorantreibt, mit Pater Cyril (der einige Jahre Kaplan der Pfarrgemeinde St. Franziskus
Nieder-Olm war) als zuverlässigem Kontakt. Damit 350 Kinder eine Chance auf Bildung erhalten.

Eintritt: 15,00 €

Tickets: mcchrista@gmx.de

 

Rundbrief

Zweimal jährlich erscheint unser Rundbrief mit Informationen aus unseren Projektorten. Die aktuelle Ausgabe lesen Sie hier:

 

Rundbrief_2021_1_web.pdf
PDF-Dokument [479.7 KB]

Bereits im vergangenen Jahr haben uns bedrückende Berichte über die Auswirkungen der Corona-Pandemie in den Projektländern des Camarakreises erreicht. Dank vieler Spenden konnten wir unkompliziert und schnell helfen.

 

Leider hat sich die Situation in Brasilien weiter zugespitzt. Vor einigen Tagen erreichte uns nun ein Anruf und Bericht unseres Ansprechpartners in Rondonopolis/Brasilien, Paulo Otavio, der uns die sehr schwierige und für viele Menschen dramatische Lage in seiner Heimatstadt geschildert hat. Seinen Bericht finden Sie untenstehend!

 

Damit wir auch jetzt dazu beitragen können, die akute Not vieler Familien zu lindern, wenden wir uns heute an Sie und sind Ihnen sehr dankbar, wenn Sie uns einer mit Spende unterstützen könnten. Wir werden die Beträge zeitnah nach Brasilien weiterleiten. Vielen herzlichen Dank und Vergelt's Gott!

 

 

Camarakreis Nieder-Olm e.V.

DE57 5519 0000 0413 7450 19/ Mainzer Volksbank

Verwendungszweck: Corona

 

Brasilien erlebt immer noch ein enormes Chaos mit der Coronapandemie: In der „Weltrangliste der Infizierten und Todesfällen“ liegt Brasilien an dritter Stelle. Das gelb-grüne Land, das wegen seiner Reichtümer und Naturwunder beliebt ist, ist heute eine rot-schwarze Nation. Die unzähligen Todesfälle durch COVID-19 haben unsere Nation rot mit ihrem Blut befleckt. Die Realität ist: Viele müssen sich entscheiden, ob sie das Risiko eingehen, sich auf der Suche nach Unterstützung für die Familie anzustecken oder zu Hause zu bleiben und zu hungern. Über 350.000 Menschen sind bereits durch diese Krankheit und ihre Komplikationen gestorben. Das Leid der Familien ist unfassbar groß. Die Gleichgültigkeit der Regierung erhöht unseren Schmerz und kleidet uns in Schwarz zu einem langen und, wie es scheint, unendlichen Begräbnisritual. Die Schicht der Armen hungert. Und es fehlt an staatlichen Anreizen, den hygienischen und medizinischen Sicherheitsvorkehrungen zu folgen. Die Arbeitslosigkeit steigt seit Beginn der Pandemie deutlich an. Die reiche Klasse zeigt ihre Macht. Die Menschen der Mittelschicht müssen formell und informell weiterarbeiten. Die politischen Streitereien zwischen Präsidenten und seinen Gesundheitsministern, die er mehrmals austauschte, machen Brasilien zu einem Spielfeld für Experimente verschiedener Medikamente, die für die Patienten negativ wirken und von den Medizinern als gefährlich abgelehnt werden. Trotzdem pries der Präsident sie an. Er machte die Impfung lächerlich: „Sie sind ohne Wirkung. China will die Welt nur ausbeuten“. Inzwischen entwickelten sich in Brasilien, im Amazonasgebiet und Minas Gerais, neue Varianten des Virus. Sie wirken schneller, stärker und ansteckender. Die neue Realität ist, dass es keine speziellen Risikogruppen mehr gibt, wie Senioren. Jetzt sterben auch Kinder und Jugendliche an dem Virus. Wir alle sind gefährdet. In Rondonópolis starben vor Ostern unser Bischof Dom Juventino Kestering (74) und danach ein Priester Willian Patrick (63), Missionar aus den USA. Die Gesundheitskrise hat die politische Krise verstärkt und eine Wirtschaftskrise entfacht. Hunger und Elend sind jetzt wie vor 30/40 Jahren. Arbeitslosigkeit, hohe Inflation und eine Abwertung der Währung stürzen viele Familie in die Armut. Die COVID-19 Kranken müssen eine immer längere Zeit auf den Intensivstationen verbringen und sich anschließend oft noch einer Therapie unterziehen. In dieser Zeit leben die Familien ohne Nahrung, Milch, Windel für die Kinder und auch ohne notwendige Medikamente. In dieser verzweifelten Lage ist die Impfung ein Hoffnungsschimmer. Wir hoffen auf den Tag, an dem wir unser zuhause verlassen können, um ohne Krankheitsgefahr wieder für den Lebensunterhalt unserer Familie sorgen zu können. Wir bitten Gott, der in unserer Mitte wohnt, dass er uns führt zu Tagen des Friedens, der Gerechtigkeit, der Solidarität, Geschwisterlichkeit und uns befreie von jeglichem Völkermordregime.

Paulo Otavio

Unser Ansprechpartner von Caritas Rondonopolis

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